The Mexico
Experiment
Sechs Monate. Alles aufgeschrieben. Lass uns gemeinsam draufschauen.
Kapitel 01
Warum eigentlich?
Fünf Fragen, die wir wirklich beantworten wollten.
Die echten Fragen dahinter
- 01
Funktioniert Remote-Collaboration aus Mexiko wirklich?
- 02
Können wir Vertrauen über 9.000 km aufrechterhalten?
- 03
Bleibt die Qualität unserer Arbeit gleich?
- 04
Bleibt die Teamkultur erhalten?
- 05
Kann das nachhaltig sein — für alle Seiten?
Verbindung
Timeline — Dezember 2025 → Juni 2026
Entscheidung getroffen. Experiment designt. Fragen formuliert.
Los geht's. Erste volle Woche in Mexico City.
Erster Rhythmus etabliert. Chismorreo-Format gestartet.
Erstes anonymes Feedback-Survey an das Team ausgerollt.
Clockify-Dashboard live. Retros eingeführt.
Async-Updates formalisiert. Mehr Transparenz, weniger Rauschen.
Halbjahres-Review. Dieses Dokument. Jetzt.
Kapitel 02
Das Logbuch
Januar – Juni 2026. Kein Spin. Nur die Zahlen.
Total geloggt
618h 06mJan – Jun 2026 · 6 Monate
Aktive Arbeitstage
93Tage mit mindestens einem Eintrag
Ø pro Monat
103h 01mDurchschnitt über alle 6 Monate
Monats-Rhythmus — Jan bis Jun 2026
Alle Werte = verifizierter Clockify-Export · Zielzone 60–100h / Monat
Juni 2026 — verifizierter Export
Total
75:03:15Aktive Tage
17Tages-Ø
4h 24m 54sExterne Arbeit (Juni)
Client-Billing + Alignment.
Kein interner Overhead.
Projekt-Split (Juni)
tbf-digital
59h 53m · 79.8%
Project Management & Alignment
6h 56m · 9.3%
autoscribed
5h 13m · 7%
Internal Projects & Collaboration
3h 00m · 4%
Kollaborative Meilensteine — Jan bis Jun 2026
Retros Attended
monatlich, ab April
Chismorreos
bi-weekly, ab Feb
Newsletters
geschrieben & geteilt
Trips
cross-continental
Client Impact
tbf-digital
Served as primary client contact throughout the full 6-month period — owning account operations, aligning internal and external deliverables, and successfully closing the incoming Autoscribed collaboration in June 2026.
Project Share (Jun)
84.8%
New Contract Closed
Autoscribed
Relationship Status
Ongoing
Worked Days
—Projects
—Clients
—Invoices
—Overlap Hours
—Meetings
—Availability
—Kapitel 03
Was gut lief
Real stuff. Kein Spin. Wir haben's überprüft.
Das Exploring-Projekt
Delivery-Qualität: unverändert. Kein einziges Milestone verpasst. Technisch war der Abstand kein Problem.
Code & Qualität
Review-Kadenz, Code-Standards und Output-Qualität — alles gehalten. Kein Unterschied zur Office-Zeit.
Async-Kommunikation
Dokumentierte Updates haben spontane Flur-Gespräche erstaunlich gut ersetzt, wenn man sie konsequent macht.
Overlap-Zeiten
Geteilte Stunden wurden geschützt und effizient für Alignment und Pair-Sessions genutzt.
Client-Kommunikation
Kein einziger Client hat etwas gemerkt. Null Qualitätsverlust im externen Kontakt.
Flexibilität & Flow
Tiefe Konzentration, eigenverantwortliches Arbeiten — das hat richtig gut funktioniert.
Kapitel 04
Was noch fehlt
Kein Rumdrucksen. Kein Drama. Einfach ehrlich.
Sichtbarkeit
Aus den Augen, aus dem Sinn. Das gilt leider auch für gute, zuverlässige Arbeit.
Informeller Kontakt
Spontane Gespräche, Side-Channel-Kontext, Flur-Chats — alles weg. Das fehlt mehr als erwartet.
Rollen-Klarheit
Einige im Team wussten ehrlich gesagt nicht genau, woran ich gerade arbeite. Das ist mein Problem.
Spontaner Kontext
Entscheidungen, die im Büro "zufällig" im Vorbeigehen entstehen — die fehlen mir wirklich.
Kulturelle Signale
Stimmungen, Energie, unausgesprochene Dynamiken — die bekommt man remote einfach nicht mit.
Kapitel 05
Iterationen
Sechs Dinge, die wir mid-flight geändert haben. Buchstäblich.
Feedback-Survey
Strukturiert, anonym — läuft jetzt auf regelmäßiger Kadenz.
Chismorreos
Informelle Async-Video-Updates. Persönlich, ungeschrieben, regelmäßig.
Async-Updates
Schriftliche Status-Updates mit konsistenter Struktur und Frequenz.
Retros
Monatliche Retrospektiven, um Feedback-Loops formal zu schließen.
Clockify-Dashboard
Volle Transparenz über meine Zeit — für jeden im Team jederzeit sichtbar.
Transparenz-Initiative
Alles geloggt, kategorisiert und auf Anfrage sofort teilbar.
Kapitel 06
Stimmen aus dem Team
Unverändet. Anonym. Von echten Menschen.
“You are missed.”
“Exploring is going great.”
“I don't really know how to understand your role.”
“I'd like to know more about what you're working on.”
Anonym erhobenes Team-Feedback · Survey-Runde März 2026
Kapitel 07
Fazit
Was ich wirklich mitgenommen habe. Kein Hochglanz.
Was mich überrascht hat
Der Arbeits-Teil war einfacher als gedacht. Was mich wirklich überrascht hat: wie viel Team-Zusammenhalt einfach in körperlicher Nähe steckt — nicht in Tools, nicht in Ritualen. Was ich zu replizieren dachte, hat geklappt. Was ich nicht auf dem Radar hatte — nicht.
Was ich gelernt habe
Sichtbarkeit ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man nicht im Raum ist. Gute Arbeit macht dich nicht automatisch sichtbar. Dokumentation und Async-Updates sind kein Ersatz für Präsenz — sie sind ein Signal von Präsenz, wenn Präsenz gerade nicht möglich ist.
Was schwieriger war als erwartet
Den Anschluss an die informelle Schicht halten. Die Gespräche zwischen Meetings, die Energie vor einem Call, der Side-Channel-Kontext, der Entscheidungen formt — das ist keine Kür. Das ist Infrastruktur. Und die ist schwer nachzubauen.
Was einfacher war als erwartet
Tiefes, fokussiertes Arbeiten. Client-Delivery. Async-Collaboration mit strukturierten Teams. Ohne physische Unterbrechungen entsteht Raum für Konzentration, die im Office echt schwer zu finden ist.
Was ich verbessern würde
Mehr bewusster informeller Kontakt. Mehr geplante On-Site-Zeiten. Und ein klareres gemeinsames Bild davon, wie meine Rolle von außen aussieht — nicht nur von innen. Ich hatte angenommen, dass die Leute wissen, woran ich arbeite. Das war oft nicht so.
Was mir Freude gemacht hat
Das Experiment selbst. Die Ernsthaftigkeit, mit der wir es angegangen sind. Dass wir dieses Review machen — dass wir etwas designt haben, das messbar, hinterfragbar und gemeinsam entscheidbar ist. Das ist selten. Das ist gut.
Kapitel 08
Ausblick
Drei Szenarien. Deine Meinung zählt.
Weiter wie bisher
Aktuelle Struktur beibehalten, mit kleinen Verbesserungen bei Sichtbarkeit und Kontakt.
Pros
- +Rhythm ist etabliert
- +Maximale Flexibilität
- +Kaum Disruption
Cons
- −Sichtbarkeitslücke bleibt
- −Informeller Kontakt weiter begrenzt
- −Rollen-Klarheit ungelöst
Mehr Integration
Mehr Overlap-Zeit, geplante On-Site-Phasen, stärkere gemeinsame Rituale.
Pros
- +Stärkeres Präsenz-Signal
- +Mehr informeller Kontakt
- +Klarere Rolle für alle
Cons
- −Weniger Flexibilität
- −Höherer Koordinations-Aufwand
- −Teilweiser Rückschritt beim Lifestyle-Gewinn
Mehr External
Mehr Kapazität für externe Clients und internationale Collaborations.
Pros
- +Nutzt Timezone natürlich
- +Revenue-Diversifikation
- +Skaliert das Modell
Cons
- −Reduziert interne Präsenz weiter
- −Kulturelles Drift-Risiko wächst
- −Team-Kohäsion wird schwieriger
The Mexico Experiment — Halbjahres-Review
Danke, dass du dabei warst.
Das war sechs Monate ehrliche Arbeit — an Abstand, an Rhythmus, an Vertrauen. Jetzt bist du dran. Was denkst du?
The Mexico Experiment · farbenmeer × 🌴 MEX · 2026